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Rune Jarstein

Rune Jarstein: Der einzige Gewinner

Von Artur Stopper in Blickpunkte

Als Torwart der norwegischen Nationalmannschaft musste Rune Jarstein von Hertha BSC am Sonntag in Oslo ein 0:3 gegen Deutschland in der WM-Qualifikation hinnehmen. Das war die höchste Heimniederlage für die Norweger seit 13 Jahren. Trotzdem kann sich Rune Jarstein als Sieger fühlen – zumindest im Kampf um die Nummer eins im Tor der Norweger gegen seinen Konkurrenten Örjan Nyland (FC Ingolstadt).

Erstmals seit mehr als zwei Jahren durfte der langjährige Stammkeeper wieder in einem Pflichtspiel für Norwegen im Tor stehen. Trainer Per-Mathias Högmo entschied sich überraschend für den Berliner und gegen Örjan Nyland, der die gesamte EM-Qualifikation und auch am Mittwoch gegen Weißrussland (0:1) noch zwischen den Pfosten gestanden hatte. Und obwohl Jarstein drei Tore hinnehmen musste, bekam er von der norwegischen Press dennoch als einziger Lob: „Jarstein war der beste Norweger und bewahrte uns davor, dass es richtig hässlich wurde", schrieb "Aftenposten". Nicht zimperlich ging die Presse ansonsten mit dem norwegischen Team um: „Das war BMW gegen E-Bike. Wir können uns bei Deutschland bedanken, dass sie uns eine Fußballlektion erteilt haben." ("Dagsavisen").

Weil er im Spiel gegen Deutschland mehrfach starke Paraden zeigte, dürfte er gegenüber seinem Konkurrenten Nyland im Kampf um den Platz im Tor der norwegischen Auswahl weitere Punkte gesammelt haben. „Ich hoffe, dass ich jetzt die Nummer eins bleibe", sagte Jarstein. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) kommt es nun zum direkten Duell zwischen den beiden norwegischen Nationalkeepern im Spiel FC Ingolstadt gegen Hertha BSC Berlin. Das ist ein Novum in der langen Bundesliga-Geschichte. Bereits fünf norwegische Torhüter standen in Bundesligavereinen unter Vertrag (Gill, Grodas, Jarstein, Nyland und Thorstvedt), aber noch nie spielten zwei norwegische Keeper in der Bundesliga-Vergangenheit gegeneinander.