GoalGuard.de

Marc-Andre ter Stegen

Marc-Andre ter Stegen: Verlässt er Barca?

Von Artur Stopper in Blickpunkte

Vor zwei Jahren wechselte Marc-André ter Stegen von Borussia Mönchengladbach zum europäischen Spitzenklub FC Barcelona. In dieser Zeit hat sich aber an seiner Situation nichts verändert, seine Einsatzzeiten sind begrenzt. In Pokal- und Champions-League-Spielen kommt er zum Einsatz, in der spanischen Meisterschaft hingegen spielt sein 33-jähriger Konkurrent Claudio Bravo, 100-maliger chilenischer Nationaltorhüter.

Unzufrieden bei Barca, dafür in der Nationalmannschaft fester Bestandteil - Marc-André ter StegenDiese Wechselspiele befriedigten den 24-jährigen deutschen Nationaltorhüter noch nie. Immer wieder drängte er auf längere Einsatzzeiten. Jetzt scheint er von dieser Rotation aber genug zu haben, nachdem Cheftrainer Luis Enrique angekündigt hatte, an dieser Torwart-Strategie festzuhalten. Mit einem schriftlichen Angebot von Manchester City im Rücken, die bereit sein sollen, für Marc-Andre ter Stegen 36 Millionen zu bezahlen, wandte er sich deshalb nach übereinstimmenden Aussagen von „AS“ und „Mundo Deportivo“ zusammen mit seinem Manager Gerd vom Bruch an Barcas Vereinsspitze mit der Bitte um Freigabe oder der Garantie, als unumstrittene Nummer eins die Saison zu bestreiten. Bereits eine Woche zuvor hatte ter Stegens Konkurrent Claudio Bravo Barcelonas Vereinsspitze mit demselben Anliegen aufgesucht. Auch er ist unzufrieden mit seiner Situation und erhebt Alleinansprüche auf das Barca-Tor.

Claudio Bravo, ter Stegens Konkurrent bei BarcaDa aber beide Torhüter noch Vertrag haben, lassen sich die Barca-Verantwortlichen nicht das Messer auf die Brust setzen, zumal sie kein Interesse daran haben, einen der Torhüter abzugeben. Andererseits ist es für ein Mannschaftsgefüge nicht dienlich, zwei unzufriedene Torhüter im Kader zu haben. Deshalb ist für die Barca-Vereinsführung ein Wechsel von einem der beiden Keeper nicht aus der Welt. Sie machten ter Stegen, der noch bis 2019 bei den Katalanen unter Vertrag steht, klar, dass er für die festgeschriebene Ablöse von 80 Millionen Euro gehen könne. Ob Manchester City die bisher gebotene Summe von 36 Millionen Euro noch deutlich nach oben verschieben wird, wird sich zeigen. Bei dem augenblicklichen Transferwahn im englischen Fußball ist auch das nicht undenkbar. Im Fall von Claudio Bravo hat sich der Klub auf eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro festgelegt. Eine stolze Summe für einen 33-Jährigen.

Selbstverständlich wird in den Medien bereits über mögliche Nachfolger spekuliert. Unten diesen Gerüchten kursiert auch der Name Bernd Leno von Bayer Leverkusen. Völlig gelassen sieht Barca-Cheftrainer Luis Enrique die Situation. „Ich mache mir keine Sorgen, dass jemand den Klub verlässt", meinte er. Wie schnell sich allerdings Meinungen ändern, zeigen viele Beispiele in jüngster Vergangenheit.