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Torwart-Seminar Bregenz

Torwart-Seminar Bregenz: Simon Panter - Vororientierung bei Flanken

Von Artur Stopper in Kolumne von Artur Stopper

Der Termin war dieses Mal ein anderer als gewohnt, die Qualität des Seminars aber hoch wie immer. Selbst das Wetter hatte sich der Veranstaltung angepasst. Bei strahlendem Sonnenschein führte „Safehands-the art of goalkeeping“ bereits zum elften Mal ein Torwart-Seminar in den Räumen der Fußballakademie Vorarlberg-Mehrerau in Bregenz durch. Wie schon in den Jahren zuvor konnte sich die Auswahl der Referenten wieder sehen lassen. Neben Andrew Quy vom englischen Erstligisten Stoke City trugen dieses Mal Brian Sörensen vom dänischen Top-Frauenteam Fortuna Hjorring, Simon Panter vom Frauen-Bundesligisten SC Sand sowie der Augenoptiker Sven Empen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Wer die Anreise auf sich genommen hatte, brauchte sein Kommen nicht zu bereuen. Er wurde mit einer Fülle an Informationen und praktischen Tipps zum Torwarttraining belohnt. Goalguard hat für euch die Veranstaltung begleitet und stellt euch in Kurzform den Inhalt der Vorträge vor.

Simon Panter: Vororientierung bei Flanken

Den Abschluss des Torwarttrainer-Seminars bildete Simon Panter, Torwarttrainer beim Frauen-Bundesligisten SC Sand. Zunächst stellte er in einem kurzen Video seinen Verein, den SC Sand, vor. Der 2000-Seelen-Ort an der Grenze zu Frankreich ist der letzte Exot in der Frauen-Bundesliga, in der inzwischen auch Großvereine die Szene dominieren. Der Film, der auf Youtube zu besichtigen ist, vermittelte einen atmosphärischen Eindruck vom familiären Umgang innerhalb des Vereins. Der Schlusssatz lautete: „Es ist alles ein bisschen anders in Sand“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Anschließend gab Panter anhand einer Übersichtstabelle einer typischen Trainingswoche einen Einblick in seine Arbeitsweise. Meist trainiert er einen bestimmten Trainingsschwerpunkt immer am selben Tag einer Trainingswoche. So ist z.B. das 1gegen1 an jedem Donnerstag ein fester Bestandteil der Trainingseinheit. In abwechslungsreichen und an der Spielsituation ausgerichteten Übungen schult er die sauberen technischen Abläufe, die in dieser Situation verlangt werden, immer wieder. Ein ebenso stets wiederkehrender Bestandsteil jeder Trainingswoche ist die Vorbereitung der Torhüter auf die Standardsituationen der gegnerischen Mannschaft. Mit Hilfe von Videomaterial analysiert er deren einstudierte Abläufe und gibt seinen Torhüterinnen Handlungsmöglichkeiten an die Hand, wie sie diese Spielsituationen erfolgreich bewältigen können.

Den Hauptteil seines Vortrags bildete aber ein praktischer Teil. Sein Thema lautete „Die Vororientierung des Torhüters bei Flanken“. Durch unterschiedliche Übungen zeigte er auf, wie Torhüter dazu angeleitet werden können, sich nicht nur auf den Flankengeber von außen zu konzentrieren, sondern auch wahrzunehmen, was unmittelbar vor seinem Tor passiert, denn von dort droht die eigentliche Torgefahr. Er muss seine Ausgangsposition an der jeweiligen Spielsituation ausrichten und zugleich seine Abwehrspieler coachen, damit der Raum vor dem Tor gesichert ist. Mit Hilfe von optischen Signalen brachte er die Torhüter dazu, den Blick vom Flankengeber in einer gefahrlosen Situation kurz zu lösen und das optische Signal des Trainers zu erkennen und zu benennen. Einige der Übungsformen von Simon Panter könnt ihr in dem kurzen Video sehen.

Sven Empen: Torhüter haben noch Potenzial in der visuellen Wahrnehmung

Als dritter Referent des Torwart-Seminars kam der Augenoptiker Sven Empen an die Reihe. Zunächst konfrontierte er die Zuhörer mit dem Zitat „Jeder Torwart hat noch Potenzial in der visuellen Wahrnehmung!“ Während der Athletik-, Technik- und Taktikbereich bei Torhütern von Sportwissenschaftlern in den vergangenen Jahren intensiv erforscht worden sind, gibt es nach seiner Meinung im Bereich der Wahrnehmung noch genügend Entwicklungspotenzial. Da Menschen heutzutage nach seiner Aussage 90 % aller Sinneseindrücke über das Sehen erleben, ist wichtig, dass die Wahrnehmung über die Augen richtig funktioniert. Das ist aber nicht immer der Fall. Untersuchungen in China zeigten, dass die Kurzsichtigkeit in der jugendlichen chinesischen Bevölkerung bei 90 % liegt. Auch bei uns trägt inzwischen jeder Dritte unter 30 Jahren eine Brille. Angesichts dieser Zahlen rät Sven Empen dazu, die Funktionsfähigkeit der Augen des Torhüters von Zeit zu Zeit in einem Sehtest überprüfen zu lassen.

Vortrag von Sven Empen
Kurzsichtigkeit nimmt zu

Außerdem stellte er fest, dass die Kurzsichtigkeit in der heutigen Zeit zunimmt. Die Hauptursache liege darin, dass die Menschen in der heutigen Welt die Augen sehr oft für die Nähe benutzen, z.B. bei Handys, iPads oder Computer. Dadurch seien die Augen extrem auf Nähe fixiert. Durch den ständig eingeschränkten Blickwinkel gehe das periphere Sehen mehr und mehr verloren.

Wie funktioniert das Sehen?

Anschließend zeigte er anhand der vier visuellen Teilbereiche, die der Amerikaner Skiffington erkannte, wie das Sehen funktioniert. Es ist ein Zusammenspiel der Augenbewegungen, des Ausrichtens der Augen auf das Ziel, der Scharfstellung der Augen und der Sehverarbeitung. Nur wenn das Zusammenspiel all dieser Bereiche gewährleistet ist, erfasst der Mensch oder in unserem Beispiel der Torhüter die Situation optimal. Ist ein Teilbereich dieser Wahrnehmung gestört, nimmt er die Spielsituation ungenau oder verlangsamt wahr. Eine verspätete Reaktion oder eine Fehlentscheidung sind die Folge. Über verschiedene Testverfahren kann man herausbekommen, ob Sehstörungen vorliegen. Diese Sehschwächen können trainiert und damit verbessert oder sogar behoben werden.

Die Strobo-Brille – ein geeignetes Hilfsmittel

Ein neueres Hilfsmittel, mit dem die Wahrnehmung gesteigert werden kann, ist die Strobo-Brille. Mit ihrer Hilfe wird eine bessere Konzentration erzeugt, denn mit weniger Bildsequenzen muss das Auge das Bild wahrnehmen und den Ball antizipieren. Besonders die Wahrnehmung, die Reaktionszeit, die visuelle Konzentration, die periphere Wahrnehmung sowie die Augen-Hand-Koordination können mit Hilfe der Strobo-Brille verbessert werden. Die Brille hat insgesamt acht Stufen, wodurch man die Dunkelheit bis zu einer Sekunde verlängern kann.

Die Strobo-Brille im Einsatz

Bevor die Strobo-Brille eingesetzt wird, sollte nach Empens Ansicht zuerst geklärt werden, welches Auge das Führungsauge, also das bessere Auge, des Torhüters ist. Wenn dies geklärt ist, kann z.B. das Führungsauge durch die Strobo-Brille ausgeschaltet oder durch entsprechende Einstellungen an der Brille die Wahrnehmungszeit verlängert werden, um so das andere Auge bewusst zu trainieren. Ein anderes, durchaus geeignetes Hilfsmittel ist dafür nach Empens Meinung auch die Augenklappe. Eine intensivere Wahrnehmung lasse sich aber auch mit dem Einsatz von Tennisbällen erreichen.

Im anschließenden Praxisteil von Simon Panter konnten die Torhüter und Tagungsteilnehmer unter Anleitung von Sven Empen bestimmte Übungen mit und ohne Strobo-Brille durchführen, um die Wirkung der Strobo-Brille kennen zu lernen und zu testen.

Brian Sörensen: Next level training

Hightech hat in fast allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten. Auch im Sportbereich werden immer mehr technische Hilfsmittel zur Erfassung und Verbesserung der Leistung eingesetzt. Mit der Goal Station hat moderne und innovative Technik nun auch das Fußballtraining auf dem Platz erreicht. Das Ziel mit Hilfe dieser Goal Station ist es, durch den Einsatz von Technologie den einzelnen Spieler und seine Leistungsfähigkeit zu optimieren, Schwächen aufzuzeigen und diese speziell zu trainieren. Wie dieses Ziel umgesetzt werden soll, demonstrierte Brian Sörensen anhand von Videosequenzen zur Goal Station und später im Praxisteil durch den Einsatz der Fokus 360 Arena.

Was ist eine Goal Station?

Die Goal Station ist eine Trainingsanlage mit einer Größe von max. 44 x 22 m. Herzstück der Goal Station ist eine individuell programmierbare, vollautomatische Ballmaschine mit einem Magazin von bis zu 30 Bällen. Innerhalb dieser Anlage sind verschiedene Rückprallwände und AIR-Bodys aufgestellt, auf denen Lichtsignale, sogenannte FitLights, angebracht sind, die den Spielern durch ein Aufleuchten die nächste Aktion anzeigen. Mit Hilfe dieser Anforderungen soll ein Spieler individuell in den Bereichen Geschwindigkeit, Beweglichkeit, Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit, Bewegung in verschiedenen Richtungen sowie dem Erstkontakt des Balles verbessert werden. Weil das Lichtsignal nur eine kurze Zeit aufleuchtet - die Taktung der Zeitabstände ist individuell programmierbar -, muss jede Aktion möglichst schnell innerhalb dieser kurzen Zeitspanne umgesetzt werden. Die Daten jedes Spielers werden dann über in die Rückprallwände eingebaute Sensoren individuell erfasst. Nach der Durchführung des Parcours kann sofort auf diese Daten in einer Datenbank zurückgegriffen werden. Durch wiederholtes Training wird die Leistung in den angesprochenen Bereichen ständig verbessert. Laut Sörensen kann man, wie Untersuchungsergebnisse zeigen, die Leistungen innerhalb eines Jahres um ca. 30% steigern.

Anhand eines Trainings-Wochenplanes machte Sörensen deutlich, wie sein Training aufgebaut ist. Interessant war, dass die Spielerinnen seiner Mannschaft morgens fast ausschließlich individuell in der Goal Station trainieren, im Gesamtteam hingegen nur nachmittags in Spielformen von 4:4 oder mehr trainiert wird.

Die Fokus 360 Arena

Eine deutlich abgespeckte Form des Grundprinzips der Goal Station ist die Fokus 360 Arena. Im an die Theorie anschließenden Praxisteil stellte Brian Sörensen die Funktionsweise dieser Anlage vor. Die in Dänemark entwickelte Arena gibt es in drei verschiedenen Größen. Die kleinste Anlage ist mit acht Reboundern ausgestattet, die mittlere mit 12 und die größte Ausführung mit 16. In all diese Rückprallwände sind FitLights, also Lichtsignale, eingebaut, die dem Spieler anzeigen, auf welche Rückprallwand der Anlage der folgende Ball gespielt werden muss. Wie bereits bei der Goal Station muss der Spieler schnell auf neue Reize, die durch die FitLights ausgelöst werden, reagieren und eine schnelle Entscheidung finden. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit sollen möglichst viele Schüsse auf die von den FitLights angezeigten Wände erfolgen. So soll die Geschwindigkeit der technischen Ausführung, die Präzision des Erstkontaktes, die Reaktionszeit und die Orientierungsfähigkeit bei einem Spieler geschult und verbessert werden. Da die Werte immer von den in den Reboundern eingearbeiteten Sensoren erfasst werden, kann jeder Spieler sein individuelles Leistungsvermögen erkennen und seine Entwicklung anhand des Zahlenmaterials feststellen.

Da die verwendeten Materialien wetterfest sind, ist die Anlage draußen zu allen Jahreszeiten gut einsetzbar. Die Auf- und Abbauzeit für die Fokus 360 Arena beträgt nur ca. 10 Minuten, so dass die Arena schnell eingesetzt werden kann.

Andrew Quy (Stoke City): So arbeite ich!

Die Vortragsreihe eröffnete Andrew Quy, Torwarttrainer beim aktuellen Tabellensiebten der englischen Premier League. Bereits im zehnten Jahr ist er für den englischen Erstligisten tätig und hatte schon mehrere international bekannte Torhüter, wie z.B. mit dem bosnischen Nationaltorhüter Asmir Begovic oder dem früheren dänischen Nationaltorhüter Thomas Sörensen, unter seinen Fittichen. Aktuell betreut er Englands Nationaltorhüter und Torhüterhoffnung Jack Butland.

Guys Grundsätze

Nach einem kurzen Rückblick auf seine sportliche Karriere sowie seinen Werdegang als Torwarttrainer zeigte er auf, welche Schwerpunkte ihm in seiner täglichen Arbeit wichtig sind. Er unterteilt das Torwartspiel in die Bereiche „shots“ (Schüsse), „crosses“ (Flanken), „open play“ (Spieleröffnung) sowie den Bereich „recieving to play“, den man mit den Begriff Mitspielaktionen umschreiben könnte. Besonderen Wert legt er beim Training dieser Schwerpunkte darauf, dass der Torhüter die richtige Position zum Ball einnimmt. Diese richtet sich immer nach der Position des Angreifers, sie muss also ständig neu angepasst werden. Dass sich bisher gewohnte Bwegungsabläufe verändern können, zeigte er am Beispiel von Stoke City auf, seit Mark Hughes das Amt des Cheftrainers übernommen hat. Statt dem früheren „kick and rush“ mussten sich die Torhüter auf ein kultiviertes Kurzpassspiel umstellen, was eine Anpassung der Übungsformen des Torwart-Trainings an das neue Spielsystem verlangt. Wichtig ist ihm außerdem die Balance beim Torhüter. Nach kleinen Bewegungen sollen sie so stabil als möglich im Gleichgewicht stehen. Ebenso wichtig ist ihm die Körpersprache des Torhüters. „Be big“, lautet Quys Devise. Durch eine aufrechte Körperhaltung soll der Torhüter Selbstsicherheit ausstrahlen und so dem Gegner Respekt einflößen. Bei seinen Entscheidungen muss der Torhüter den Fokus auf den Ball und die Umgebung richten und sich nicht fragen „Wo bin ich?“, sondern instinktiv das Gefühl dafür entwickeln und die richtige Position einnehmen. Weiterhin soll der Torhüter mit einem entspannten Auftreten Ruhe ausstrahlen und damit seinen Mitspielern Sicherheit vermitteln.

Quys Trainings-Philosophie
  • Da nach seinen Erkenntnissen ein Torhüter in einem Spiel 40 % mit der Hand und 60 % Kontakte mit dem Fuß hat, ist die Entwicklung der fußballerischen Fähigkeiten ein Übungsschwerpunkt in seinem Training.
  • Quy baut möglichst viele Elemente des Torwartspiels in einer Trainingswoche ein. Bereits das Warm up benützt er zum Training technischer und taktischer Elemente. Dabei sollen die Übungen möglichst nahe an die Abläufe im Spiel angelehnt sein.
  • Wichtig ist für ihn auch, mentalen Druck zu erzeugen. Dieser entsteht zum einen aus dem Konkurrenzkampf der Torhüter, die Nummer ein zu sein, aber auch aus den Vorgaben des Cheftrainers, wie die Torhüter im Spielsystem agieren müssen. Diese Vorgaben müssen von den Torhütern im Training möglichst gut umgesetzt werden.
  • Häufig arbeitet Quy mit Statistiken. Aus diesen Werten erfährt er z.B., aus welchen Zonen des Spielfeldes besonders oft Tore erzielt werden und welche Art von Flanken am häufigsten zum einem Torerfolg führen. Im täglichen Trainingsbetrieb versucht er, seine Torhüter auf diese Situationen einzustellen.
  • Einen besonderen Stellenwert hat auch das Training der spezifischen Abläufe, die durch das Stoke-eigene Spielsystem und die Spielvorstellung von Cheftrainer Mark Hughes gefordert werden.
  • Wichtig ist in Quys Torhüter-Philosophie die individuelle Arbeit mit den einzelnen Torhütern. Für ihn ist es wichtig, die Psyche seiner Schützlinge zu ergründen. In regelmäßigen Gesprächen mit seinen Torhütern sollen diese selbst erkennen, auf welchem Level auf einer Skala von 0-10 sie sich selbst in den verschiedenen Torwartbereichen einordnen, um eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und daraus Ziele für die weitere Trainingsarbeit ableiten. Diese Gespräche finden am Saisonbeginn, am Ende der Hinrunde sowie am Ende der Saison statt. Bis besonders wichtig hält er diese Gespräche mit Torhütern, die auf der Bank sitzen.
Ablauf einer Trainingswoche

Anhand einer tabellarischen Übersicht stellte Quy eine typische Trainingswoche von Stoke City dar. Meist beginnt das Mannschaftstraining um 11 Uhr, die Torhüter hingegen starten bereits um 10.30 Uhr. Bevor die Trainingsarbeit auf dem Platz beginnt, hat jeder Spieler schon zuvor im Fitnessbereich an seinen muskulären Schwächen gearbeitet. Die Abläufe und Trainingsschwerpunkte während der Trainingswoche sind meist gleich. So stehen z.B. montags immer Fußarbeit sowie die Nachbesprechung des Spiels nach dem Training auf dem Programm.

Körperliche Vorbereitung

Anhand von Videos gab Andrew Quy Einblicke in die körperliche Ausbildung der Torhüter. Er zeigte auf, dass der überwiegende Teil der physischen Ausbildung der Torhüter vor allem in den Fitnessräumen stattfindet, kaum hingegen auf dem Trainingsplatz. Jeden Tag arbeiten die Spieler an unterschiedlichen Muskeln. Bevorzugt werden beim Muskeltraining Übungen gewählt, die die typischen Bewegungen von Torhütern nachahmen und damit alle Muskelgruppen, die bei einer bestimmten Torhüteraktion beteiligt sind, zu gleichen Teilen trainieren. Das Ziel ist dabei nicht, mit möglichst hohen Gewichten zu arbeiten, sondern die Gewichte schnellstmöglich zu bewegen. Mit Hilfe verschiedener Videos demonstrierte Quy, mit welchen Übungen die Torhüter von Stoke City athletisch ausgebildet werden.

Vorbereitung auf den kommenden Gegner

Zum Abschluss seiner Präsentation gab Quy anhand von Videoszenen Einblicke, wie er seine Torhüter auf den kommenden Gegner vorbereitet. Ausgesucht hatte er dafür die Vorbereitung auf das Spiel gegen Tabellenführer Chelsea London. Zunächst ging er auf das Spielsystem von Chelsea ein (3-4-2-1), aus dem sich bestimmte Varianten ergeben, die er Torhüter kennen muss. So wies er speziell auf die beiden Außenspieler hin, die sehr schnell sind und die Stürmer mit Flanken füttern. Mit Hilfe von typischen Spielszenen zeigte er seinen Torhütern, wie diese Spieler die Flanken nach innen schlagen und welche Zielzonen sie meist anvisieren, um zum Torerfolg zu kommen. Ein nächster Aspekt war das Verhalten der gegnerischen Stürmer bei diesen Flanken, aber auch beim Pressing auf den Torhüter nach Rückpässen. Die Frage, welches Schussbein die gegnerischen Stürmer zumeist wählen, war ein weiterer Gesichtspunkt. In der Trainingswoche vor dem Spiel bespricht er mit seinen Torhütern, wie man diese Spielsituationen am besten verteidigen kann.

Im anschließenden Praxisteil zeigte Quy, wie er in der Aufwärmung bereits Torwart-Techniken einbaut. Abschließend machte er an Eckballsituationen deutlich, wie der Torhüter je nach Spielsituation seine Position anpasst, um seine Chance zu verbessern, sein Tor sauber zu halten.