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Der neue Bundestrainer Hansi Flick hat seine schwierige Mission, die zuletzt schwächelnde deutsche Nationalmannschaft wieder zu einem Riesen wachsen zu lassen, gestartet. Am vergangenen Montagnachmittag absolvierte Flick zusammen mit seinem Trainerteam die erste Trainingseinheit der DFB-Auswahl im ADM-Sportpark in Stuttgart, dem Trainingsgelände des Oberligisten Stuttgarter Kickers. Für das Ziel, wieder zur Spitze des Weltfußballs zurückzukehren, hat Flick seinen Trainerstab neu zusammengestellt. Seinen Assistenten Danny Röhl brachte er von seinem Ex-Klub Bayern München mit. Mit Mads Buttgereit stellte er dem Team einen Standardtrainer zur Seite, der in dieser Funktion zuvor beim dänischen Erstligaverein FC Midtjylland und für die dänische Nationalmannschaft erfolgreich arbeitete. Die Position des Torwarttrainers wurde mit Andreas Kronenberg vom SC Freiburg besetzt. Aus der Ära Löw gehört allein Markus Sorg weiterhin zum Trainerteam.

Die WM-Qualifikation beginnt

Flicks erster großer Auftrag ergibt sich aus dem Erbe seines Vorgängers. Deutschland ist aktuell nur Dritter der WM-Qualifikationsgruppe J. Dieser Zustand soll baldmöglichst zum Besseren gewendet werden.

Der Pflichtspielernst für Flick und sein Team hat am gestrigen Donnerstag im Schweizer St. Gallen in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein begonnen. Ein wenig überzeugender 2:0-Erfolg stand am Ende zu Buche. Zwei weitere Qualifikationsspiele stehen in den kommenden Tagen an. Zunächst tritt die Nationalmannschaft am Sonntag, 5. September, in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena zum Heimspiel gegen Armenien an, bevor es dann am 8. September in Reykjavik gegen Island geht. Neun Punkte aus den drei Partien gegen diese schwächeren Gegner gelten als ein Muss für Hansi Flick und sein Team.

Andreas Kronenberg übernimmt für Andy Köpke

17 Jahre lang hatte Andreas Köpke als Bundestorwarttrainer beim DFB fungiert, bevor er mit dem Abtritt Joachim Löws auch seinen Abschied erklärte. Ein neuer Bundestorwarttrainer musste gefunden werden. Die Wahl der DFB-Verantwortlichen fiel auf Andreas Kronenberg vom SC Freiburg. Ein Name, der den meisten Fußballinteressierten bislang kaum bekannt war. In Fachkreisen wurde der 46-jährige Schweizer hingegen seit Jahren als einer der besten Torwarttrainer in Deutschland gehandelt. Seine Nominierung kam für sie daher nicht überraschend. Seitdem er 2011 seine Tätigkeit bei den Breisgauern begonnen hatte, formte er reihenweise Bundesliga-Stammkräfte. Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim), Roman Bürki (Borussia Dortmund), Alexander Schwolow (Hertha BSC), Mark Flekken (SC Freiburg) und Florian Müller (VfB Stuttgart) begleitete er auf ihrem Weg zum Bundesligatorhüter.

Freiburgs Cheftrainer Christian Streich jedenfalls tat es weh, dass Kronenberg den Verein zur nächsten Saison 2022/23 in Richtung DFB verlassen wird: "Mit Wehmut schaue ich aufs nächste Jahr und kann dem DFB nur gratulieren, dass sie Krone kriegen. Es tut mir weh, aber ich freue mich für Hansi und den DFB - für uns nicht." Bis Saisonende wird Kronenberg noch parallel zu seiner DFB-Aufgabe bei seinem bisherigen Verein SC Freiburg weiterarbeiten und in den Länderspielpausen von den Breisgauern freigestellt.

Dass ein frischer Wind im Training der Torhüter weht, war bereits in der ca. 35 Minuten dauernden ersten Trainingseinheit zu spüren. Aspekte wie Vororientierung und Wahrnehmung beim Passen sowie Schrittfolgen und Techniken waren in das Aufwärmprogramm integriert. Kronenberg begann sein Training mit einer Passübung mit Vororientierung. Chipbälle nach einem Rückpass unter Bedrängung folgten. Brusthoch zugeschossene Bälle, Abkipptechniken aus sitzender oder kniender Stellung sowie Schüsse, vor denen der Torhüter die Position zum Schützen zuvor durch eine Seitwärts-, Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung anpassen musste, waren die nächsten Trainingsinhalte. Den Abschluss bildeten Aufsetzer aus 16 m. Anschließend wurden die Torhüter ins Mannschaftstraining integriert.

Zum Trainingsauftakt unter Andreas Kronenberg fehlte Manuel Neuer, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung individuell trainieren musste. Deshalb waren bei dieser Trainingssession nur Bernd Leno (Arsenal London) und Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) anwesend.

Wir haben die erste Trainingseinheit von Andreas Kronenberg für euch beobachtet und die verschiedenen Übungsformen im folgenden Video kurz dargestellt. Die Platzbedingungen waren äußerst schwierig, denn lang anhaltende und starke Regenfälle hatten den Boden entsprechend aufgeweicht und schwer bespielbar gemacht.

BlickpunktAndreas KronenbergNationalmannschaft

Artur Stopper

Artur Stopper

Über den Autor

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

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