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Nachdem der Wechsel von Marvin Schwäbe von Bröndby Kopenhagen zum 1. FC Köln im vergangenen Jahr noch gescheitert war, klappte er nun im zweiten Anlauf. Der 26-Jährige wird in der kommenden Saison 2021/22 den Konkurrenzkampf mit Timo Horn aufnehmen. Der aus Dieburg stammende Schlussmann absolvierte seine Ausbildungszeit bei den Offenbacher Kickers, Eintracht Frankfurt und vor allem bei der TSG Hoffenheim. Nach Ausleihen zum VfL Osnabrück und Dynamo Dresden kehrte Schwäbe nicht zur TSG 1899 Hoffenheim zurück, sondern wechselte zum dänischen Erstligisten Bröndby Kopenhagen. Nach drei sportlich erfolgreichen Jahren als Stammtorhüter und dem Gewinn der dänischen Meisterschaft schließt sich Schwäbe nun also dem Bundesligisten 1. FC Köln an, bei dem der 26-Jährige einen Vertrag bis 2024 unterschrieben hat.

Goalguard hat sich mit Marvin Schwäbe über die Gründe seines Wechsels sowie seine Erfahrungen in Dänemark unterhalten.

Artur Stopper Marvin, in den vergangenen drei Jahren hattest du beim dänischen Meister Bröndby IF Kopenhagen eine sportlich sehr erfolgreiche Zeit und warst Stammtorhüter. Durch den Wechsel zum 1. FC Köln musst du dich nun mit der FC-Ikone Timo Horn um den Platz zwischen den Pfosten des Kölner Tors streiten. Warum hast du die Rolle als Nummer eins bei Bröndby für einen möglichen Platz auf der Reservebank eingetauscht?

Marvin Schwäbe Mein Vertrag bei Bröndby war ausgelaufen und ich wollte wieder zurück nach Deutschland. Ich hatte eine schöne Zeit in Kopenhagen. Aber der 1. FC Köln hat mir eine sportlich gute Perspektive aufgezeigt. Da Köln zudem eine schöne Stadt mit einem tollen Klub ist, habe ich mich für diesen Verein entschieden.

Artur Stopper Bereits vor der vergangenen Saison war über deinen Wechsel nach Köln spekuliert worden. Scheiterte der Wechsel an der Ablösesumme?

Marvin Schwäbe Ja, es gab Gespräche, letztendlich ist der Wechsel aber nicht zustande gekommen.

Artur Stopper Mit Bröndby IF Kopenhagen hast du die dänische Meisterschaft gewonnen. Dieser sportliche Erfolg berechtigt zur Teilnahme an internationalen Wettbewerben (Champions League, Europa-League). Warum hast du statt der Chance, dich auf internationalem Parkett zu präsentieren, die Niederungen der Bundesliga vorgezogen und wolltest „unbedingt“ nach Deutschland zurück?

Marvin Schwäbe (schmunzelt) Das lässt sich immer so einfach sagen. Trotz allem waren es drei Jahre im Ausland. Wir bekommen Nachwuchs im November, daher ging meine Gedankenwelt in eine andere Richtung. Ich wollte näher bei meiner Frau und meiner Familie in Deutschland sein. Als mir der FC eine Perspektive geboten hat, wollte ich diese Chance nutzen. Deshalb stellte sich für mich nicht die Frage, ob ich international spielen kann oder nicht, sondern ob ich die Chance auf eine Rückkehr nach Deutschland zu einem guten Verein annehme.

Artur Stopper Du hast vor deinem Wechsel nach Dänemark 2018 die erste dänische Liga als „eine Ausbildungsliga“ bezeichnet. Was haben dir die drei Jahre bei Bröndby Kopenhagen für deine sportliche Entwicklung gegeben?

Marvin Schwäbe Der Wechsel nach Kopenhagen bot mir die Möglichkeit, drei Jahre lang auf einem guten Niveau in der ersten Liga eines Landes zu spielen, egal, wo es am Ende war. Ich habe dort über 120 Spiele absolviert und eigentlich immer gespielt. Dementsprechend war es für mich eine gute sportliche Erfahrung, die mit dem Meistertitel gekürt wurde. Darauf bin ich sehr stolz und sehr froh darüber.

Artur Stopper Wird sich das Torwartspiel beim 1. FC Köln von dem bei Bröndby Kopenhagen unterscheiden, z.B. im punkto mitspielen?

Marvin Schwäbe Wir haben in Kopenhagen auch versucht, ein bisschen Fußball zu spielen (schmunzelt). Trotzdem ist es hier in Köln definitiv ein Tick mehr. Bezüglich des Torwartspiels allgemein muss ich sagen, dass das Spiel in Dänemark noch ein bisschen robuster und physisch intensiver ist. Zudem werden gegnerische Angriffe auf den Torhüter von Schiedsrichtern weniger gepfiffen als bei uns.

Artur Stopper Marvin, wir wünschen dir eine sportlich und menschlich schöne und erfolgreiche Zeit beim 1. FC Köln!

Interview1. Bundesliga1. FC KölnMarvin Schwäbe

Artur Stopper

Artur Stopper

Über den Autor

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

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