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  • Eine Fußball-Weltmeisterschaft bietet immer die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit Neuerungen und taktische Entwicklungen aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten zu beobachten und möglicherweise zukünftig für seine eigene Spielphilosophie zu nutzen. Um die Entwicklungen und Veränderungen im Torwartspiel bei der WM 2018 in Russland unter die Lupe zu nehmen, hatte der DFB ein 12-köpfiges Analyseteam zusammengestellt, das zu großen Teilen aus Torwarttrainern der U-Nationalmannschaften bestand. Neben mehreren anderen Aspekten hatten das Analyseteam auch speziell einen Blick auf die Raumverteidigung geworfen.

    Anteil der Raumverteidigung in einem Spiel eher gering

    Unterteilt man das gesamte Torwartspiel ganz grundsätzlich in die Bereiche Defensiv- und Offensivspiel, so ist seit vielen Jahren bekannt, dass spätestens seit der Einführung der Rückpassregel und den damit verbundenen Veränderungen in Spielsystemen das Offensivspiel gegenüber dem Defensivspiel einen weit größeren Anteil im modernen Torwartspiel einnimmt als früher. Diese Erkenntnis wurde bei der WM 2018 wieder bestätigt, wie die folgende Grafik zeigt:

    Wie die Analyse des DFB bei der WM 2018 in Russland ergab, sind knapp 75 Prozent der kompletten Torhüter-Aktionen dem Offensivspiel mit Fuß oder mit Hand zuzuordnen. Die restlichen 25 Prozent verteilen sich fast zu gleichen Teilen auf die klassischen Torwart-Aufgaben der Ziel- und Raumverteidigung.

    Raumverteidigung trotzdem von großer Bedeutung

    Obwohl der Anteil der Raumverteidigung laut der Untersuchung des DFB mit durchschnittlich zwölf Prozent pro Spiel relativ unbedeutend erscheint, ist die Beherrschung des Strafraumes für einen Torhüter trotzdem enorm wichtig. Denn bei einer guten Raumverteidigung kann der Torhüter viele gefährliche Ballaktionen des Gegners bereits vorzeitig unterbinden. Denn Flanken, Freistößen, Eckbälle, Pässe hinter die Abwehrkette sowie Querpässe oder Rückpässe von der Grundlinie sind allesamt Spielsituationen, die nicht direkt zu einem Tor führen, sondern zumeist der Vorbereitung eines Tores dienen. Gelingt es dem Torhüter, diese Gefahrenherde schon im Vorhinein auszuschalten, leistet er einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft.

    Fehler liegen oft im taktischen Bereich

    Wie oben beschrieben, sind die Aufgaben in der Raumverteidigung vielfältig, komplex und anspruchsvoll. Aus diesem Grund ist die Raumverteidigung eine häufige Fehlerquelle im Torwartspiel. Die Analyseteam des DFB untersuchte auch, wo die Fehlerquellen bei der Raumverteidigung vor allem zu suchen sind. Das Ergebnis ist eindeutig:

    Die Grafik zeigt, dass bei der Raumverteidigung die meisten Fehler nicht im technischen Bereich (nur 13 %), sondern in der Entscheidungsfindung, also im taktischen Verhalten (87 %) passieren. Technische Abläufe kann der Torhüter durch häufiges Üben lernen. Schwieriger hingegen ist für ihn, in der Raumverteidigung die richtige Entscheidung zu treffen: Greife ich den Ball aktiv an oder bleibe ich im Tor? Kann ich oder einer meiner Mitspieler den Ball besser klären? Wie muss ich mich am besten positionieren, um einen Querpass abtauchen zu können? Wie weit kann ich vorrücken, um einen in die Tiefe gespielten Ball ablaufen zu können, oder laufe ich Gefahr, vom Gegner überlobt zu werden? Welches Kommando muss ich meinen Mitspielern geben? Bei so vielen verschiedenen Entscheidungen, die ein Torhüter in kürzester Zeit treffen muss, sind Fehlentscheidungen vorprogrammiert.

    Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es eigentlich unumgänglich, die Raumverteidigung des Torhüters Woche für Woche zu trainieren. Das Problem dabei ist, dass die nötigen Abläufe im separaten Torwarttraining nur wenig „spielnah“ trainiert werden können. Dazu fehlen schlichtweg die gegnerischen Spieler und die eigenen Mitspieler. Im Spiel mehr richtige Entscheidungen zu treffen, kann man aber nur im Verbund mit Mitspielern und spielnahen Situationen lernen. Insofern sind die entscheidenden Fortschritte beim Torhüter in der Raumverteidigung vor allem über Spiel- und Übungsformen mit der gesamten Mannschaft möglich.

    Trotzdem macht es Sinn, die Raumverteidigung auch isoliert zu trainieren. Denn das Gefühl für den Raum und die Sicherheit beim Abfangen von Bällen lässt sich besser ohne Gegenspieler schulen. Dies ist insbesondere bei Torhütern wichtig, die die technischen Abläufe beim Abfangen von Flanken - wie die Fangtechnik, den Laufbeweg oder die Schrittfolge zum Ball - noch nicht sicher beherrschen.

    Wir zeigen euch im Folgenden geeignete Übungen, wie ihr den Torhüter in den Raumverteidigung auch ohne Mannschaft mit Hilfsmitteln wie Airbodys, dem Filippi-Schild oder dem Filippi-Push sinnvoll trainieren könnt.

    Weitere Übungen findet ihr in der Rubrik Raumverteidigung.

    Torwartspiel

    Artur Stopper

    Artur Stopper

    Über den Autor

    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Eine Untersuchung des DFB bei der WM 2018 in Russland zu unterschiedlichen Aspekten hat zeigt, dass die Raumverteidigung im Durchschnitt nur ca. zwölf Prozent des Torwartspiels im Verlauf eines Spieles ausmacht und damit relativ unbedeutend erscheint. Trotzdem ist die Beherrschung des Strafraumes für einen Torhüter enorm wichtig. Denn bei der Raumverteidigung geht es darum, gefährliche Ballaktionen des Gegners vorzeitig zu unterbinden. Denn Flanken, Freistößen, Eckbälle, Pässe hinter die Abwehrkette sowie Querpässe oder Rückpässe von der Grundlinie sind allesamt Spielsituationen, die häufig nicht direkt zu einem Tor führen, sondern zumeist der Vorbereitung eines Tores dienen. Gelingt es dem Torhüter, diese Gefahrenherde schon im Vorhinein auszuschalten, leistet er einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft.

    Welche Aufgaben muss der Torhüter zu welchen Anteilen bewältigen?

    In der folgenden Grafik sind die Ergebnisse der DFB-Untersuchung zur WM 2018 dargestellt. Sie zeigt in Prozentangaben, welche Aktionen in der Raumverteidigung die Torhüter zu welchen Anteilen bewältigen mussten:

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    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Seit der Einführung der Dreier- oder Viererkette hat sich der Aufgabenbereich des Torhüters deutlich erweitert. Während früher der Libero den Raum zwischen den Verteidigern und dem eigenen Tor absicherte oder als Anspielstation diente, hat seit der Abschaffung des Liberos und der Kreierung der Viererabwehrkette der Torhüter dessen Aufgaben übernommen. Wie selbstverständlich wird dieses Torwartspiel heutzutage von Keepern erwartet, ohne das richtige Verhalten oft wirklich trainiert zu haben. Doch kann man das überhaupt trainieren?

    Was muss der Torhüter bei der Positionierung bedenken?

    Selbst in unteren Spielklassen kann man inzwischen beobachten, dass es den typischen Linientorhüter kaum noch gibt. Nach dem Vorbild der Profi-Torhüter rücken die meisten Torhüter zumindest bis an die Strafraumlinie auf, um am Aufbauspiel der eigenen Mannschaft mitzuwirken, für Rückpässe bereit zu sein oder gegnerische Bälle in die Tiefe des Raumes ablaufen und klären zu können.

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    Torwartspiel

    Artur Stopper

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    Über den Autor

    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Neben der Zielverteidigung sowie der Spieleröffnung und Spielfortsetzung ist die Raumverteidigung ein zentraler Anforderungsbereich für jeden Torwart. Sie umfasst ein breites Spektrum an Herausforderungen für den Keeper: Das Agieren bei Querpässen und hohen Flanken, das antizipierende Mitspielen bei Pässen in die Tiefe bis hin zum Organisieren der Defensive, z.B. bei Standards. Beherrscht der Torhüter seinen Strafraum, kann er bereits im Vorfeld Torabschlüsse des Gegners vereiteln, indem er den Ball entschärft, bevor er einen gegnerischen Spieler erreicht. Bei einer guten Raumverteidigung muss der Torhüter gedanklich immer einen Schritt voraus sein. Er muss erkennen, welche Optionen der Gegner hat und muss sein Stellungsspiel danach ausrichten.

    Andrey Shpilev, bereits seit 2014 Torwarttrainer beim russischen Erstligisten FC Ural, hat sich intensiv mit dem Thema Raumverteidigung befasst und zeigt euch, wie er die Raumverteidigung bei Flanken trainiert. Dabei ist ihm ein Aspekt besonders wichtig, nämlich die Vororientierung. Im Folgenden zeigt er in Videosequenzen, wie sich diese im Training bei seiner Keepern schult.

    Warum ist Vororientierung wichtig?

    Die folgende Szene kommt in einem Spiel häufig vor. Ein zentraler Spieler passt den Ball auf einen Außenspieler, der versucht, den Ball als Flanke in den gegnerischen Strafraum zu schlagen. Ein Abwehrspieler versucht, dies zu verhindern. Um auf eine mögliche Flanke vorbereitet zu sein, muss der Torhüter zuvor möglichst viele Informationen sammeln, um die Aktion erfolgreich zu bewältigen: Wie viele gegnerische Spieler befinden sich im Raum vor seinem Tor? Wo sind seine Mitspieler, wo die gegnerischen Angreifer positioniert? Ist das eigene Team in Über- oder Unterzahl? Wo sind offene und damit gefährliche Räume für die gegnerischen Angreifer? Aus all diesen Informationen wird er die Entscheidung treffen, wie er den Flankenball am besten verteidigt. Während der Torhüter alle diese Informationen sammelt, muss er aber zugleich auch den Ballführenden im Auge haben.

    Wie schult Andrey Shpilev die Vororientierung im Training?

    A) Vororientierung mit Bändchen

    Ein wichtiger Aspekt bei der Schulung der Raumverteidigung ist die Vororientierung. Sobald der zentrale Spieler den Ball zum Außenspieler passt, nutzt der Torhüter diese Phase, um den zentralen Bereich vor seinem Tor zu scannen. Andrey Shpilev schult diesen Blick mit Hilfe eines Spielers, der ca. 18 m zentral vor dem Tor steht. Dieser Spieler hält ein oder zwei farbige Bändel hoch. Sobald der Pass gespielt und der Ball unterwegs ist, wirft der Torhüter einen kurzen Blick auf den zentralen Spieler und nennt die Anzahl sowie die Farben der Bändel, die dieser hochhält. Statt der Bändel können auch Markierungsteller oder die Vierfarbenhandschuhe verwendet werden. Durch diese Übung wird die Vororientierung des Torhüters irgendwann zur Selbstverständlichkeit.

    Manchmal wird in einem Spiel der Außenspieler von einem Verteidiger an der Flanke gehindert und muss abdrehen. Dieser Moment bietet dem Torhüter die Möglichkeit für einen erneuten Scan, um sich nicht einmal zu vergewissern, ob seine Erstwahrnehmung noch stimmt. Noch einmal wirft er einen kurzen Blick auf den Hilfsakteur und ruft dann laut die Anzahl und Farbe der Bändchen.

    B) Die richtige Position finden

    Nachdem der Torhüter die Situation vor seinem Tor sowie die Optionen des Flankengebers wahrgenommen hat, richtet er seine eigene Position so aus, dass er das Tor und den Raum optimal verteidigen kann. Die Wahl seiner Position hängt also ab von der Position des Balls sowie den Positionen seiner Mitspieler und der gegnerischen Angreifer. Danach richtet er seine Positionierung, sein Stellungsspiel aus.

    C) Entscheidungsfindung

    Sobald der Außenspieler den Ball vor das Tor flankt, muss sich der Torhüter in Sekundenschnelle entscheiden, auf welche Weise er den Flugball angreift. Er muss dabei die Geschwindigkeit, Rotation und Flugbahn des Balles richtig einschätzen. Aufgrund dieser Informationen muss er sich entscheiden, ob er die Flanke abfangen kann oder sich eher auf die Torlinie zurückbewegt, um aus einer guten Grundstellung heraus den möglicherweise geschossenen oder geköpften Ball klären zu können. Noch eine weitere Option des Schützen muss er bedenken: Dieser könnte den Ball auch direkt in die kurze Ecke schießen.

    Wie Andrey Shpilev alle Situationen, die für einen Torhüter bei einer Flanke möglich sind, in eine Übungsform packt, zeigt das folgende Trainingsvideo:

    Technik und Körper nicht vergessen!

    Eines ist aber auch klar: Die Vororientierung hilft dem Torhüter, die Situation im Strafraum besser einzuschätzen. Um aber den Ball sauber abzufangen, braucht er außerdem eine ausgereifte Technik und gute körperliche Voraussetzungen. Zum einen muss er den Körper schnell und dynamisch von Punkt A nach Punkt B bringen können, wofür eine gute Laufkoordination und Agilität die Voraussetzungen sind. Zum anderen muss er sich im Luftkampf gegen mögliche gegnerische Angreifer behaupten, wozu eine gute Stabilität und Robustheit notwendig ist. Wie man die entwickelt, könnt auf vielen Videos in den Rubriken KRAFT und SCHNELLKRAFT auf Goalguard ersehen.

    Training

    Artur Stopper

    Artur Stopper

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    Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

  • Eine gute Vororientierung ist die Grundvoraussetzung für eine Torhüter, um den Raum vor seinem Tor gut verteidigen zu können. Das betrifft sowohl die Vororientierung bei Querpässen oder Steckbällen als auch bei Flankenbällen. Bereits vor der Flanke muss der Torhüter die Position seiner Mitspieler und vor allem die Position der gegnerischen Angreifer wahrnehmen und erkennen, um so sein Stellungsspiel und sein Verhalten auf die Hereingabe bestmöglich einzurichten und den Flankenball optimal zu verteidigen. Doch wie lässt sich diese Vororientierung trainieren?

    Bereits im ersten Teil des Artikels „Vor jeder Flanke steht eine gute Vororientierung!“ zeigte Andrey Shpilev, Torwarttrainer des russischen Erstligisten FC Ural in Ekaterinburg, wie man die Vororientierung durch entsprechende Übungen im Training schulen kann. Waren im ersten Artikel verschiedenfarbige Bändchen Hilfsmittel, um den Blick des Torhüters weg vom Ballführenden in die Mitte des Raumes vor seinem Tor in dafür geeigneten Momenten zu schulen, zeigt Shpilev in den folgenden Videos, wie der Torhüter lernt wahrzunehmen, in welchem Raum sich der gegnerische Spieler befindet.

    Vororientierung im Raum mit verschiedenen Zonen

    Um die Vororientierung seiner Torhüter zu verbessern, bildet Andrey etwa 11 – 14 m vor dem Tor drei ca. 3 x 3 m große Quadrate. In diesen Zonen befinden sich im Spiel vor einem Flankenball oft gegnerische Spieler, um eine Angriffsaktion mit einem Tor abzuschließen.

    Sobald im Spiel ein Pass des Mittelfeldspielers auf einen Außenspieler erfolgt, fällt der Torhüter aus einer offensiveren Position in der Rückwärtsbewegung in Richtung Tor ab. Während dieser Phase beobachtet er gleichzeitig die Bewegungen der Mit- und Gegenspieler vor seinem Tor. Diese Spielsituation simuliert Andrey Shpilev, indem sich ein Akteur in eines der Quadrate bewegt. Die Phasen, in denen der Außenspieler den Ball noch nicht unter Kontrolle hat und deshalb eine Flanke nicht möglich ist, nutzt der Torhüter, um den Raum vor seinem Tor zu scannen. Um diesen Blick zu schulen, ruft der Torhüter in der Übung laut rechts, Mitte oder links ruft, je nachdem, in welcher Zone sich der Partner befindet.

    Wenn der Außenspieler in einem Spiel von einem Verteidiger an der Flanke gehindert wird und deshalb abdrehen muss - Andrey baut dazu ein Drehung ein -, scannt der Torhüter den Raum vor seinem Tor erneut, denn die gegnerischen Stürmer könnten ihre Position in der Zwischenzeit verändert haben. Diese Spielsituation wird in der Übung spielnah simuliert, indem der Akteur seine Position eventuell verändert und in ein anderes Quadrat wechselt. Sobald der Keeper die Änderung beobachtet hat, benennt er laut die neue Zone, in der sich der Akteur nun befindet.

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Torhüter immer Momente zur Vororientierung nutzt, in denen der gegnerische Außenspieler noch nicht flanken kann. Er scannt den Raum vor ihm erneut, wenn sich die Situation des Flankengebers und damit auch die Gegebenheiten im Raum vor dem Tor verändern. Selbstverständlich können die Anforderungen an den Schlussmann an sein Leistungsvermögen angepasst oder gesteigert werden, wenn sich mehrere Spieler im Raum vor dem Tor oder den Quadraten bewegen, wie das am Ende des Videos zu sehen ist.

    Keine Situation gleicht der anderen. Deshalb sind vom Torhüter schnelle und situativ angepasste Entscheidungen auf unerwartete Gegebenheiten gefordert, die durch eine gute Vororientierung erleichtert werden. Vororientierung ist also ein geeignetes Hilfsmittel, um das Entscheidungsverhalten und die Handlungsschnelligkeit des Torhüters zu verbessern.

    Torwartspiel

    Artur Stopper

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  • Die Situation ist einem Torhüter bestens vertraut. Ein gegnerischer Spieler bewegt sich aus zentraler Position mit dem Ball auf sein Tor zu. Zwei gegnerische Angreifer bieten sich seitlich als Anspielstationen an, während die beiden Innenverteidiger (hier verkörpert durch Airbodys) versuchen, den Raum nach innen zu schließen. Während das Spielgeschehen immer näher an sein Tor heranrückt, richtet der Torhüter seine ganze Konzentration darauf, wie er die Aktion erfolgreich lösen und einen Torerfolg des Gegners verhindern kann. Doch welche Möglichkeiten hat er in den verschiedenen Spielsituationen und wie findet er die richtige?

    Andrey Shpilev, Torwarttrainer beim russischen Erstligisten FC Ural, hat dazu klare Vorstellungen. Für ihn ist entscheidend, dass der Torhüter die verschiedenen Optionen erkennt, die der Gegner in dieser Spielsituation hat. Nur dann kann er sich rechtzeitig darauf einstellen. Bevor er eine endgültige Entscheidung trifft, welche Aktion er wählt, um die Situation zu klären, führt er in der Regel zunächst eine Rückwärts-Bewegung aus und wählt eine Zwischenposition, aus der heraus er am besten auf jede Absicht des Gegners reagieren kann.

    Welche Optionen hat der Ballführende aus dem Zentrum?

    Um sein Handeln auf die Möglichkeiten des Gegners auszurichten, muss der Torhüter sich zuerst bewusst sein, welche Optionen ein gegnerischer Spieler aus dem Zentrum heraus überhaupt hat, um einen Torangriff erfolgreich abzuschließen.

    Option 1: Pass nach außen

    Wenn der Ballführende einen Ball an den Innenverteidigern vorbei nach außen spielt, hängt das Torwartverhalten von zwei Aspekten ab. Zum einen kann es dem Angreifer passieren, dass sein erster Ballkontakt schlecht ist und er den Ball deswegen zu weit vorlegt. Diesen Moment muss der Torhüter nutzen, um den Ball eventuell mit einem Ballangriff frühzeitig abzufangen. Bringt der Angreifer hingegen mit einem guten ersten Ballkontakt den Ball unter Kontrolle und kann schießen, stoppt der Torhüter seine Bewegung rechtzeitig ab, um aus einer guten Grundstellung heraus auf den Schuss reagieren zu können.

    Option 2: Steckball durch Schnittstelle der Innenverteidiger

    Ähnlich wie bei Option 1 verhält sich der Torhüter auch bei Steckbällen zwischen den Innenverteidigern hindurch. Meist wird bei diesen Steckbällen in die Tiefe der Abstand des Schützen zum Keeper geringer als bei Pässen nach außen. Der Keeper muss sich deshalb entscheiden, ob er mit einem Ballangriff den Ball erreichen und damit frühzeitig sichern kann oder ob er sich eher für den kurzen oder langen Block als Abwehrmöglichkeit entscheidet.

    Option 3: Direktschuss

    Neben Steckbällen oder einem Pass auf einen der Angreifer muss der Torhüter aber auch immer damit rechnen, dass der Ballführende aus größerer Entfernung einen Direktschuss wagt. Deshalb muss der Torhüter darauf achten, ob der Ballführende eine Ausholbewegung zu einem Schuss macht. Erkennt er, dass der Ballführende beabsichtigt zu schießen, muss er seine Position verändern, indem er aus der Zwischenposition in Richtung Tor zurückfällt. Er muss also seine Zwischenposition zugunsten der Grundstellung in Tornähe aufgeben, um aus dieser Position heraus den Schuss abwehren zu können. Während dieser Rückwärtsbewegung muss er den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt halten, um in Balance zu bleiben und auf einen guten Abdruck vorbereitet zu sein.

    Option 4: Chip über Abwehrspieler

    In jüngster Zeit kann man beobachten, dass manche Mittelfeldspieler die auf einer Linie stehende Abwehrkette mit einem Lupfer überspielen. In einer solchen Situation, in der der Ball in den Raum zwischen dem Torwart und dem angreifenden Spieler fällt, kann der Torhüter meist nur durch einen aggressiven Angriff nach vorne den Ball abfangen oder blockieren.

    Option 5: 2:1-Situation gegen Torhüter

    Besonders schwierig ist die Situation für den Keeper, wenn er zwei gegnerischen Spielern ohne Gegnerdruck im Strafraum gegenübersteht. Für Andrey Shpilev hat der Torhüter in diesem Fall keine andere Möglichkeit, als für die Gegner bis zuletzt unangenehm zu sein. Wie er das macht? Zweifellos sind seine Möglichkeiten begrenzt. Ihm bleibt z.B. die Möglichkeit, den Ballführenden schnell anzulaufen, wenn dieser den Ball erst mit dem zweiten Kontakt spielen kann. Auch kann der Keeper darauf spekulieren, dass ein möglicher Querpass nicht sauber oder zu kurz gespielt ist und er ihn deshalb unterbinden kann. Möglicherweise kann der Torhüter einen Querpass auch antizipieren und sich nach einer schnellen Seitbewegung noch rechtzeitig in die Schussbahn des angespielten Mitspielers werfen.

    Eines wird bei diesen Überlegegungen deutlich: Der Torhüter muss in dieser Situation viele Aspekte bedenken und im Auge behalten, um erfolgreich zu sein. Eine gute Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit und peripheres Sehen helfen ihm dabei. Eine gute Raumverteidigung braucht viele Erfahrungswerte, die im Training nur bedingt trainiert werden können. In jedem Fall muss der Torwart aber von einem Grundsatz überzeugt sein: Je mehr er richtig macht, umso größer ist seine Chance, einen Treffer zu verhindern.

    Zum Abschluss haben wir euch noch eine längeres Video angefügt, das zeigt, wie Andrey Shpilev das Verhalten seiner Torhüter in diesen Spielsituationen schult.

    Torwartspiel

    Artur Stopper

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  • Eine immer wiederkehrende Situation für einen Torhüter in einem Spiel: Die eigene Viererkette ist weit aufgerückt, als der Gegner den Ball erobert und schnell auf Angriff umschaltet. Schnellstmöglich müssen die Verteidiger einerseits die Abwehrkette auf den Ballbesitzer und möglichen Passgeber ausrichten und andererseits gleichzeitig die Laufbewegung der Angreifer wahrnehmen, um auf mögliche Aktionen des Gegners vorbereitet zu sein.

    Aber nicht nur die Feldspieler, auch der Torhüter muss seine Position und sein Stellungsspiel auf das Gegnerverhalten anpassen. Aus einer offensiven Stellung, die er beim Ballbesitz seines Teams eingenommen hat, bewegt er sich in Richtung Tor zurück. Die Folge ist, dass sich ein großer Raum (in Abb. 1 schraffiert) vor ihm öffnet, den er neben der Absicherung seines Tores zusätzlich mit verteidigen soll. Doch wie kann er sich bestmöglich positionieren, um dem Gegner einen Torabschluss schwer oder sogar unmöglich zu machen? Andrey Shpilev, Torwarttrainer beim russischen Erstligisten FC Ural Jekaterinburg, hat sich dazu einige Gedanken gemacht.

    Raumverteidigung

    Was muss der Torhüter alles wahrnehmen?

    Der Torhüter muss zunächst aus der Wahrnehmung der Situation heraus entscheiden, wie hoch oder tief er sich postiert, um sich gleichzeitig die Optionen einer guten Raumverteidigung und der Sicherung seines Tores zu erhalten. Zugleich muss er erkennen, woher eine mögliche Gefahr droht. In der darstellten Situation z.B. bewegen sich drei Angreifer auf sein Tor zu. Der Torhüter muss wahrnehmen, welche Optionen der Gegner hat: Der Spieler am Ball könnte den Ball kurz auf den ihm am nächsten stehenden Spieler weiterleiten, er könnte aber auch einen Flugball zur Mitte oder einen noch längeren Flugball auf den Außenspieler schlagen. Auch ein Direktschuss der Ballführenden aufs Tor wäre aus dieser Entfernung nicht ganz ausgeschlossen, aber erscheint eher als unwahrscheinlich, da die Entfernung sehr groß ist. Deshalb könnte sich der Torhüter etwas offensiver positionieren. Hat er seine Entscheidung getroffen, lauert er in der „Pantherstellung“ (Sprintstellung) auf die Gelegenheit, den Ball frühzeitig abzufangen, bevor er zur Gefahr wird.

    Welche Handlungsmöglichkeiten hat der Torhüter in der jeweiligen Situation?

    Grafik 2 veranschaulicht noch einmal genauer, warum eine gute Vororientierung des Torhüters der entscheidende Faktor ist, die Situation bestmöglich zu lösen.

    Raumverteidigung

    Nachdem der Torhüter zunächst alle Optionen der gegnerischen Angreifer erfasst hat, hilft die Vororientierung dem Torhüter nun zu erkennen, welche gegnerischen Spieler in der besten Position für einen Torabschluss sind und wohin deshalb der Flankengeber den Ball mit großer Wahrscheinlichkeit spielt. In der Grafik sind die vermutlich gefährlichen Zonen mit einer roten (1) bzw. schwarzen Schraffierung (2) kenntlich gemacht. Worauf muss sich der Torhüter in diesen Fall einrichten? Wenn der Flankengeber die Situation vor dem Tor richtig erkennt, wird er vermutlich aufgrund des Bewegungsvorsprungs des Angreifers (Nummer 7) den Ball in die Zone 1 spielen. Dabei stehen dem Flankengeber zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Er kann den Ball hoch als Flanke oder flach und scharf ins Zentrum schlagen. Der Torhüter muss sich also auf unterschiedliche Situationen einstellen. Fliegt der Ball hoch ein, kann er eventuell eine nahe vor das Tor gespielte Flanke abfangen. Zieht der Passgeber die Flanke weiter vom Tor weg, könnte ein Torabschluss per Kopfball erfolgen. Aber auch ein Schuss nach der Ballannahme mit der Brust oder eine 1gegen1-Aktion nach der Ballverarbeitung wären denkbare Optionen. Wird der Ball hingegen vom Passgeber flach und scharf vor das Tor gespielt, ist ein direkter Torabschluss mit der Innenseite des Fußes oder ein Torschuss mit dem zweiten Ballkontakt am wahrscheinlichsten. Eines wird deutlich: In einigen der beschriebenen Situationen wäre eine höhere Positionierung des Torhüters vorteilhaft, in anderen hingegen eine tiefere. Der Torhüter muss also für sich eine Position finden, aus der heraus er auf alle möglichen Aktionen reagieren kann.

    Ähnlich verhält es sich, wenn der Ball vom Flankengeber in Zone 2 gespielt wird. Eine direkte Ballabnahme des Stürmers wäre möglich. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Schuss nach einer kurzen Ballannahme mit dem zweiten Kontakt erfolgt. Der Torhüter muss sich also in diesem Fall auf einen Schuss oder – je nach Abstand zu Tor – auf eine 1gegen1-Situation einstellen. Je nach Entfernung des Schützen zum Tor muss er auch hier wieder seine Position zum Schützen anpassen. Andrey Shpilevs Tipp: Der Torhüter muss zunächst eine „Zwischenposition“ einnehmen, aus der er die Möglichkeit hat, auf jede Aktion des Gegners reagieren zu können.

    Wie Andrey Shpilev die Vororientierung mit seinen Keepern im Training mit bestimmten Trainingsformen schult, zeigen wir euch in Kürze!

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  • Die Raumverteidigung gehört zu den zentralen Aufgaben eines Torhüters. Im Teil 1 des Artikels haben wir euch ausführlich dargestellt, welche vielfältigen Aufgaben ein Torhüter in der Raumverteidigung hat. Auch haben wir erklärt, dass ein Keeper über eine gute Vororientierung und Wahrnehmung sowie Antizipations- und Entscheidungsschnelligkeit verfügen muss, um eine Situation vor dem Tor gut zu klären. Es bleibt die Frage, wie diese Faktoren ausgebildet und im Torwarttraining trainiert werden können.

    Wie bereits betont, muss ein Torhüter eine Spielsituation zunächst bestmöglich erfassen, um mit dieser Wahrnehmung eine richtige Entscheidung treffen zu können. Deshalb gehören bei der Schulung der Raumverteidigung neben dem Training der technischen Abläufe vor allem Aufgaben zur Verbesserung der Vororientierung zur Aufgabenstellung bei Trainingsübungen. Andrey Shpilev, Torwarttrainer beim russischen Erstligisten FC Ural Jekaterinburg, hat dazu einige Ideen entwickelt, die wir euch im Folgenden vorstellen wollen. Er baut in seine Übung Aufgaben zur Verbesserung der Vororientierung ein, indem der Torhüter vor der Aktion die Position der Angreifer wahrnehmen und benennen muss.

    Ausgangsanordnung der Übung

    Ein Feldspieler befindet sich mit Ball am Mittelkreis. Ca. 22 m vor dem Tor sind im Abstand von etwa 6-9 m vier Dummies aufgestellt, die jeweils mit farblich unterschiedlichen Leibchen überzogen sind. In Übung 1 steht nur ein Torhüter, in Übung 2 zwei Torhüter (TH 2 und 3) ungefähr 30 m vor dem Tor und fungieren als Stürmer. In etwa auf gleicher Höhe ist der Trainer in der Nähe der Seitenauslinie postiert. Er nimmt in der Übung die Aufgabe des Flankengebers wahr.

    Ablauf der Übung 1

    Torhüter 2 spielt den Ball zu einem Feldspieler im Mittelfeld. Torhüter 3 bewegt sich in Richtung Tor, sobald der Feldspieler den Ball zum Außenspieler (hier der Trainer) spielt. Torhüter 1 beobachtet aufmerksam die Situation (vorläufige Orientierung). Er nimmt wahr, in welche Richtung sich der Angreifer (TH 3) bewegt, und muss zugleich den Moment des Passes im Auge behalten. Wenn sich TH 3 einem bunten Dummy nähert, ruft der Torwart laut die Farbe des Leibchens: Weiß, blau, rot oder grün. Gleichzeitig nimmt Torhüter 1 eine Position zum Offensivspieler ein, von der heraus er den Querpass abfangen, zur Torverteidigung wechseln und auch einen Ball sichern kann, der vom Außenspieler anstatt einer Flanke direkt aufs Tor geschlagen wird.

    Ablauf der Übung 2

    Ein Feldspieler jongliert den Ball im Mittelfeld, bis er erkennt, dass seine Partner Torhüter 1 und 2, die in der Übung als Stürmer fungieren, aktiv werden. Dann spielt er den Ball auf den Außenspieler. Die beiden „Stürmer“ laufen währenddessen auf je einen der Dummies zu. Torhüter 1 im Großtor nimmt den Laufweg der Stürmer wahr. Sobald sie ihre Position eingenommen haben, ruft Torhüter 1 laut die Farbe des Leibchens, an dem sich die „Stürmer“ postiert haben, sowie den Namen des Stürmers (z.B. Sascha - blau, Eugen - rot!). Zwei Aspekte sollen auf diese Weise geschult werden. Zum einen lernt der Torhüter, die Bewegung der Stürmer im Auge zu behalten, zum anderen wird sein Coaching geschult, indem er lernt, den Namen der Verteidiger in seine Anweisungen einzubauen, auch wenn im Übungsbeispiel der Name des Stürmers gerufen wird.

    Der Torhüter übt in dieser Übung zugleich, die bestmögliche Position einzunehmen, um auf alle möglichen Abschlüsse der Stürmer einstellen zu können. Meist richtet er sich an dem Stürmer aus, der sich am nahen Dummy befindet. Immer wieder schlägt der Außenspieler (hier der Trainer) den Ball aber auch direkt in Richtung Tor, um den Torhüter auch auf diese Option vorzubereiten.

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