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German Sportsvision ist ein Team, das von Sven Empen, einem im Sport erfahrenen deutschen Augenoptikermeister aus Tettnang, geleitet wird. Mit den modernsten augenoptischen Messgeräten ermittelt die Firma mögliche sportartspezifische Defizite in der Wahrnehmung, berät den Sportler und gibt ihm Trainingsprogramme in die Hand, um Schwächen zu beheben. Beim Torwarttrainer-Seminar in Bregenz, das seit vielen Jahren von „Safehands I the art of goalkeeping“ in Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Fußballakademie alljährlich veranstaltet wird, referierte Sven Empen im Oktober 2019 zum Thema „Stellschraube Sehen“ im Torwarttraining.

Stellschraube Sehen

Zu Beginn des Vortrags stellte Sven Empen in seiner Präsentation auf der ersten Folie einen Punkt dar, verbunden mit der Frage an die Seminarteilnehmer, was sie sehen. Das Beispiel sollte aufzeigen, dass ein Torhüter nicht nur einen bestimmten Punkt, der im Mittelpunkt steht, wahrnehmen soll, sondern auch noch seine Umgebung. Das funktioniert am Besten bei einem gut trainierten visuellen Systems. Weil unsere Wahrnehmung zu großen Teilen über das Auge funktioniert, ist es nach seiner Meinung für jeden Sportler und dessen Trainer wichtig zu wissen, welche visuellen und sensomotorischen Fähigkeiten er besitzt. „Wir trainieren Sportler und wissen oft gar nicht, wie ihr Leistungsstand ist“, lautete seine These. German Sportsvision will diese Lücke schließen und bietet mit der ersten Sensory Station im deutschsprachigen Raum eine Analyse der Sehorgane unter sportspezifischen Gesichtspunkten an.

Unser Sehen verändert sich

In den vergangenen Jahren kam die Wissenschaft zu einigen neuen Ergebnissen, die unserer Sehen und unsere Wahrnehmung betreffen:

Erkenntnis 1

Etwa 90 % der Wahrnehmung erfolgt über das visuelle System. Damit wird deutlich, welche enorme Bedeutung speziell die Augen für unsere Wahrnehmung haben. Für einen Optiker seien aber nur 10 % der Augenkapazität messbar, wenn es z.B. um die Verschreibung einer Brille gehe, machte Empen klar.

Erkenntnis 2

Gutes Sehen ist ein Lernprozess. Jeder von uns hat schon die Erfahrung gemacht, dass in Bildern von verschiedenen Leuten unterschiedliche Sachen wahrgenommen werden. Um die Qualität des Sehens zu verbessern, muss das Auge entsprechend geschult werden.

Erkenntnis 3

Die Kurzsichtigkeit nimmt in unserer heutigen Gesellschaft drastisch zu. Unser Alltag wird von Handy, Tablet und Computer bestimmt. Dadurch findet eine Fokussierung der Augen auf die Nähe statt, während der Weitblick und das periphere Sehen dadurch immer mehr abnehmen. Da sich besonders Jugendliche immer mehr in dieser Welt bewegen, hat ihr Verhalten Folgen für ihre Augen. Das müssen Trainer in der Ausbildung von Jugendlichen bedenken.

Üblicherweise werden Augen beim Optiker entweder durch eine objektive Messung, z.B. mit Computermessgeräten, oder durch eine subjektive Augenmessung in Form der Wahrnehmung von Buchstaben kontrolliert und vermessen. Diese Analyseformen sind nach Empens Meinung für die Einschätzung eines Leistungssportlers deutlich zu wenig. Deshalb hat er mit German Sportsvision die erste Sensory Station im deutschsprachigen Raum eingerichtet, mit der weit vielfältigere Bereiche der Wahrnehmung durch die Augen analysiert werden können.

Was leistet German Sports Vision?

Mit der Sensory Station bietet sich für German Sports Vision die Möglichkeit, zehn verschiedene Bereiche, die für die Wahrnehmung eines Torhüters wichtig sind, zu untersuchen und somit mögliche Stärken und Schwächen des Athleten in den unterschiedlichen Bereichen festzustellen.

  • Visuelle Wahrnehmung: Kann der Torhüter auch noch Details klar erkennen, die weiter entfernt liegen?
  • Kontrastempfindlichkeit: Wie genau kann er die Unterschiede im Kontrast beurteilen?
  • Tiefenwahrnehmung: Kann der Torhüter die Entfernung des Balles richtig abschätzen, um die richtige Positionierung zu finden?
  • Nähe-Weite-Schnelligkeit: Wie schnell können die Augen die Aufmerksamkeit zwischen den Entfernungen ändern?
  • Wahrnehmungsbereich: Wie schnell können die Augen komplexe Informationen erfassen?
  • Mehrfache Objektverfolgung: Wie leicht lassen sich Augen von Objekten ablenken, die sich im Raum bewegen?
  • Reaktionszeit: Wie schnell reagiert die Hand auf ein visuelles Zeichen?
  • Zielerfassung: Wie schnell können die Augen visuell wechseln und ein peripheres Ziel erkennen?
  • Hand-Augen-Koordination: Wie schnell reagieren die Hände auf ein verändertes Ziel?
  • Gehen oder nicht gehen: Wie schnell und genau trifft ein Torhüter Entscheidungen und wie reagiert er in Drucksituationen?

Im Anschluss zeigte Sven Empen Auswertungsergebnisse von verschiedenen Athleten aus unterschiedlichen Sportarten. Aus ihnen wurde ersichtlich, in welchen Bereichen die Stärken des Athleten und in welchen Bereichen noch Entwicklungsmöglichkeiten liegen. Mit Hilfe von Übungen, die der Athlet von German Sports Vision an die Hand bekommt, kann er die Schwachstellen über Wochen und Monate ausgleichen oder beheben. Nach einer ausführlichen und genauen Augenuntersuchung bietet die Firma German Sports Vision Trainingspläne mit gezielten Übungen (u.a. Lifekinetik, Neuroathletik, Visualtraining) an, um Schwächen der Augen bei der visuellen Wahrnehmung zu verbessern. Diese einfachen Übungen können mit entsprechenden Hilfsmitteln (u.a. Brock-Schnur, Fitlights, Strobobrille) daheim selbständig durchgeführt werden.

VeranstaltungSeminar

Artur Stopper

Artur Stopper

Über den Autor

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

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