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Jeder Mensch ist geprägt von seiner Vergangenheit: Vom Elternhaus, von seinem sozialen Umfeld oder gesellschaftlichen Einstellungen. Durch Erfahrungen in unserer Vergangenheit schlummern Überzeugungen oder Meinungen in uns, die sich tief in unser Unterbewusstsein eingegraben haben. Je nach Erfahrung können diese Prägungen hilfreich oder auch weniger hilfreich sein, denn in bestimmten Situationen reagieren wir bewusst oder unbewusst darauf. Wer z.B. in seinem Leben des Öfteren Versagenserfahrungen gemacht hat, wird meist unbewusst bei Herausforderungen wieder die Angst spüren, erneut der Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Ein fataler Kreislauf in Situationen, in denen Überzeugungskraft und Selbstbewusstsein entscheidende Faktoren sind, die gestellten Aufgaben richtig zu lösen. Besonders in sportlichen Wettkämpfen ist ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten unerlässlich, um erfolgreich zu sein, denn fehlendes Vertrauen in sich selbst lähmt, verunsichert und führt zu Blockaden, die verhindern, das vorhandene Leistungsvermögen abzurufen. Das gilt selbstverständlich auch für Torhüter. Selbst der neutrale Zuschauer auf der Tribüne spürt, ob ein Torhüter Selbstsicherheit ausstrahlt oder sein Agieren von Ängsten bestimmt wird. Erst recht spüren dies Mitspieler oder gegnerische Spieler, die die Unsicherheit für sich nutzen. Wie aber kann man diese Ängste und Unsicherheiten regulieren? Kann ein Torhüter das so wichtige Selbstbewusstsein erlernen?

Von der Macht des Unterbewusstseins

Wie bereits erwähnt, wird unser Auftreten von Erfahrungen im Elternhaus, in der Schule oder dem sozialen Umfeld bestimmt. Von Kindesbeinen auf machen wir im Alltag Erfahrungen, sowohl negative als auch positive. Positive Erlebnisse helfen uns, Selbstbewusstsein zu entwickeln und Sicherheit in unser Leistungsvermögen zu gewinnen. Unsere Selbstsicherheit wird aber auch von negativen Erlebnissen geprägt. Jeder von uns hat wahrscheinlich schon Situationen erlebt, in denen er sein gestecktes Ziel nicht erreicht hat und möglicherweise deshalb vor anderen bloßgestellt wurde, sei es in der Schule, im Elternhaus oder in der Öffentlichkeit. Manche Menschen können die negativen Erlebnisse problemlos verarbeiten, indem sie z.B. in weiteren Versuchen die Erfahrung machen, dass sie die Aufgabe, an der sie zunächst gescheitert waren, nun gut bewältigt haben und aus der Niederlage gestärkt hervorgehen. Denn diese Erfahrung stärkt ihr Vertrauen in die eigene Person. Es gibt aber auch Menschen, deren Versagen sich tief in ihr Unterbewusstsein eingeprägt hat und die von der Angst bestimmt werden, ein weiteres Mal nicht den erwarteten Anforderungen gerecht zu werden. Negative Erfahrungen verunsichern diese Personen oft in ihrem weiteren Leben. Besonders im Leistungssport sind diese Ängste und Unsicherheiten aber wenig leistungsfördernd. Ganz im Gegenteil: Selbstbewusstsein ist ein entscheidender Faktor, um das Leistungsvermögen im richtigen Moment abrufen zu können.

Affirmationen als Chance und Möglichkeit

Eine Möglichkeit, seine Überzeugung in die eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern, sind sogenannte Affirmationen. Unter Affirmationen versteht man einfache, klar und positiv formulierte Sätze, die wir uns immer wieder in Selbstgesprächen einsagen. Werden die formulierten Überzeugungen entsprechend oft wiederholt, übernimmt das Unterbewusstsein diese positiven Gedanken. Auf diese Weise wird unser Unterbewusstsein umprogrammiert und negative Glaubenssätze überschrieben. Positive Selbstgespräche helfen also, negative Emotionen loszuwerden und dadurch unser Selbstvertrauen aufzubauen.

Im Mentaltraining sind Affirmationen ein fester Bestandteil im täglichen Training. Aber auch Sportler, die nicht von einem Mentaltrainer betreut werden, können sich dieses wertvollen Tools bedienen, um Ihr Unterbewusstsein auf Erfolg zu programmieren.

Wie Affirmationen helfen können, das Selbstbewusstsein eines Torhüters zu stärken, erklären wir euch in einem weiteren Text, der in Kürze erscheinen wird.

Torwartspiel

Artur Stopper

Artur Stopper

Über den Autor

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Torwarttrainer weiß Artur, wie Torhüter ticken. Deshalb bevorzugt er Themen, die die Welt der Torhüter ausmachen: Vereinswechsel, Tiefschläge, Pechsträhnen, Höhenflüge, Emotionen, Ersatzbank, Halbgötter, Erfolge.

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